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Beratung und Service

So sparen Sie erst richtig Geld beim Wechsel von Strom und Gas:
10 Regeln zur Benutzung von Energie-Vergleichsportalen


„Wechseln ist ganz einfach.“ und „Ein Tarifvergleich für Strom und Gas dauert weniger als fünf Minuten und spart Sie über 180 Euro im Jahr.“ So werben viele Energie-Vergleichsportale. Doch die Praxis sieht anders aus: Für viele Energieverbraucher erscheinen Vergleichsportale spielerisch einfach zu bedienen. Doch am Ende haben sie nicht nur keine Ersparnis, sondern auch jede Menge Ärger mit dem neuen Anbieter. Das Deutsche Institut für Energietransparenz (DIFET) hat aus seiner jahrelangen Beratungstätigkeit für Energieverbraucher 10 Regeln abgeleitet, die den Wechsel vereinfachen. Darauf sollte man achten, um wirklich Geld zu sparen!



1. Regel
Sein Sie sich bewußt: Energie-Preisportale sind keine Verbraucherschutz-Portale!


Alle Vergleichsportale sind Provisionsvertriebe und wollen Geld verdienen. Dies geschieht, abgesehen von Werbeeinnahmen durch Seitenbanner, hauptsächlich durch Provisionen der Energieanbieter bei der Vermittlung von Neukunden. Eine neutrale Unabhängigkeit gibt es nicht, da die Betreiber der Preisportale lieber Energieanbieter vermitteln, die höhere Provisionen bezahlen


2. Regel
Berechnen Sie den Neukunden-Bonus nicht in den Strompreis mit ein!


Ein Neukunden-Bonus ist ein bewährtes Mittel der Energieanbieter neue Kunden zu überzeugen. Zumal diese einmalige Zahlung das Werkzeug ist, in dem sie auf den von den Energieverbrauchern besonders beachteten ersten fünf Plätzen zu landen. Lassen Sie sich nicht von den vermeintlich großen Ersparnissen der ersten Plätze blenden, denn genau hier lauern die meisten Fallen: Einige Vergleichsportale zeigen den Bonus nicht einmal separat an, sondern nur die Gesamtersparnis. Achten Sie in den AGBs des Anbieters darauf, wann der Bonus ausgezahlt wird und ob er an Bedingungen geknüpft ist. Anders sieht es bei Aktionsrabatten aus, die sofort (in den ersten Liefermonaten) gewährt werden.


3. Regel
Den Energiepreis nicht nur für das erste, sondern auch für das zweite Jahr berechnen!


Nochmal Neukunden-Bonus, denn diese Bonuszahlungen sind Fluch und Segen: Sie reduzieren auf den ersten Blick die Energiekosten effektiv, doch in den Vergleichsportalen werden sie nur auf das erste Jahr angerechnet und die Ersparnis dargestellt. Doch interessant ist der Preis im zweiten oder gar dritten Jahr, denn hier zeigen sich dann höhere Kosten. Geschieht dies nicht, beschert die Trägheit der Kunden dem Anbieter oft ein zweites oder mehr Vertragsjahre, in dem der einmalige Bonus durch wesentlich höhere Preise wieder mehr als ausgeglichen wird.


4. Regel
Schätzen Sie Ihr Wechsel-Verhalten richtig ein!


Sind Sie der „Smart-shopper“ der jedes Jahr seine Verträge wechselt oder eher jemand, der sich gerne bei einem Anbieter jahrelang in guten Händen weiß? Ihr Verhalten hat große Auswirkungen. Fragen Sie sich: „ Will ich eigentlich alle Verträge jedes Jahr auf Verdacht kündigen oder lieber Jahre lang bei einem Anbieter bleiben. Die meisten Deutschen zählen dabei zur zweiten Gruppe. Schätzen Sie also ihr Verhalten realistisch ein, wie oft haben Sie z.B. in den letzten Jahren Ihre KfZ-Versicherung oder Ihren Telefonanbieter gewechselt? Ansonsten drohen Ihnen deutlich höhere Kosten in den Folgejahren.


5. Regel
Schalten Sie vorab alle Voreinstellungen aus!


Viele Vergleichsportale arbeiten mit sogenannten Voreinstellungen. Diese reduzieren die vielen Tarife auf eine überschaubare Größe und können verständlich und nachvollziehbar sein, wie „Laufzeit des Vertrags“ oder „Preisgarantie“. Einige Voreinstellungen sind es dagegen nicht, wie z.B.: „Tarife gemäß eigenen Richtlinien“ oder "hohe Kundenempfehlungsquote“. Denn die Reduzierung der Tarife kann zum Vorteil des Vergleichsportals geschehen, nicht zu Ihrem eigenen. Achten Sie auch auf umgedrehte Formulierungen, denn entgegen normaler Logik muss man manche Voreinstellungen extra anklicken, um sie auszustellen. Erst wenn Sie sich mit den Voreinstellungen und deren Sinn vertraut gemacht haben, können Sie die Tarife sinnvoll und zum eigenen Vorteil vergleichen.


6.Regel
Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Service!


Die Kosten für Energie sind natürlich ein wichtiges Argument bei der Auswahl. Dennoch sollten Service und Kundenfreundlichkeit des Anbieters ebenso ins Gewicht fallen. So spielt z.B. die Erreichbarkeit oft eine große Rolle. Ist der Kundenservice schnell zu erreichen und wieviel kostet ein Anruf? Manche Anbieter verlangen 60 Ct pro Minute, wenn ein ernsthaftes Problem auftaucht, schmilzt damit die Ersparnis dahin. Ein weiters wichtiges Kriterium ist die Verständlichkeit der Jahresrechnung, die bei vielen Anbietern online einzusehen ist.


7.Regel
Suchen Sie sich 2-3 Anbieter aus, die Ihnen gefallen und vergleichen Sie diese!


Da sich der Mensch auch bei diesem scheinbar rationalem Prozess von seinen Emotionen leiten läßt, werden oft Energieanbieter favorisiert, die nicht den günstigsten Preis bieten. Stellen Sie sich eine kurze Liste der Anbieter und Ihren wichtigsten Kriterien zusammen und vergleichen Sie Ihre Auswahl. Dabei sollte auch ein Besuch der entsprechenden Internetseite und ein Anruf bei den Anbietern gehören.


8.Regel
Vergleichen Sie Ihre Auswahl an Anbietern auf mehreren Preisportalen!


Auch ein Besuch auf anderen Vergleichsportalen ist beim Vergleichen hilfreich. Denn nun sehen Sie besonders die Unterschiede in den Voreinstellungen und Bedingungen. Zusätzlich kommt, daß sich bei über 1.000 Energieanbietern mit über 6.000 Tarifen, die stets aktuell gehalten werden müssen, auch manchmal Fehler einschleichen.

Die zehn bekanntesten Vergleichsportale sind:
- in alphabetische Reihenfolge -


9.Regel
Suchen Sie nach Erfahrungen und Meinungen zu den potentiellen Anbietern!


Suchen Sie im Internet gezielt mit den Schlagwörtern „Erfahrung mit“ oder „Kundenmeinung zu“ und dem entsprechenden Namen des Energieanbieters. Denn Achtung: Die angebotenen Kundenmeinungen auf den Vergleichsportalen sind kritisch zu betrachten. Diese spiegeln nur den eigentlichen (technischen) Wechsel wieder und dieser funktioniert dank einer einheitlichen Software zwischen den Energieanbietern in der Regel fehlerfrei.
Die meisten Beschwerden entstehen aber meist erst nach einiger Zeit über den Service des neuen Anbieters: Zu hohe Abschläge, falsche Verbrauchsschätzung, etc.. Doch diese Erfahrungen lassen sich hinterher in den Vergleichsportalen nicht mehr eintragen.


10. Regel
Machen Sie sich Notizen, wann und wie Sie wieder kündigen können!


Herzlichen Glückwunsch, Sie haben nun bewußt Ihren Energieversorger über ein Vergleichsportal gewechselt, erleben guten Service und sparen nun jährlich dabei. Machen Sie sich bereits jetzt eine Notiz über Ihre Kündigungsbedingungen, - frist und -datum. Entweder um zum nächsten möglichen Termin noch mal sparen zu können oder um sich einfach nur über mehr Kundenfreundlichkeit Ihres neuen Anbieters zu freuen und zu wissen, beim Anbieterwechsel alles richtig gemacht zu haben.



Unsere zertifizierten Energie-Sachverständigen beraten Sie gerne und gehen individuell auf Ihr Problem ein.
Typische Probleme sind:

  • Wechsel des Energieversorgers klappt nicht

  • Sie zahlen zu hohe/niedrigere Abschläge

  • Das Verhalten Ihres Energieversorgers ist inakzeptabel

  • Vorauszahlungen und/oder Abschläge sind nicht korrekt

  • Was ist eigentlich Ökostrom?

  • Ihr Versorger hat die Preise erhöht

  • Beschwerden über Strom- und Gasrechnung





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