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Auswirkung des neuen ENWG auf das Verbraucherverhalten

Bereits im Jahr 2009 verabschiedete die EU Kommission in Brüssel das „3. EU Binnenmarktpaket Energie“ zur Liberalisierung von Strom- und Erdgasmärkten. Die Umsetzung in deutsches Recht führte als „Energiekonzept“ der Bundesregierung zur Novelle des EnWG. Der daraus entstandene vielzitierte Begriff der Energiewende inkludiert dabei nicht nur den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der damit verbundenen Co2 Reduktion, sondern auch die Senkung des Primärenergieverbrauchs bis 2020 um 10% und den Rückgang des Stromverbrauchs bis 2020 um 10%. In den Fokus der deutschen Gesetzesmacher rückten somit Rechnungstransparenz, Kündigungsfristen und Verbraucherschlichtungsstelle.

Das erneuerte EnWG trat am 04.08.2011 in Kraft. Insbesondere §§ 40-42 EnWG sowie §111 EnWG beinhalten die neuen Vorgaben für die Rechnungslegung. Ein Ziel des Gesetzgebers ist es, den Informationsgehalt und die Übersichtlichkeit der Rechnungen weiter zu erhöhen. Zum einen, um Kunden die Vergleichbarkeit der Angebote auf dem Markt zu vereinfachen und anschließend den Lieferantenwechsel zu erleichtern. Zum anderen soll das Verbrauchsverhalten der Kunden auf jeder Energieabrechnung dargestellt werden, um sie so bei dem bewussteren Umgang mit Energie zu unterstützen.

Das Deutsche Institut für Energietransparenz (DIFET) erforscht daher, wie sich diese gesetzlich vorgeschriebenen Informationen der Strom- und Gasrechnung auf das individuelle Verbraucherverhalten auswirken.

Bei Fragen oder Anregungen: forschung@difet.de